Unterfahrbarer Waschtisch: barrierefrei am Waschbecken
Am Waschbecken stehen ist nicht für jeden selbstverständlich. Ein unterfahrbarer Waschtisch macht die tägliche Pflege im Sitzen möglich, mit Rollstuhl, Rollator oder Hocker. So wird er richtig geplant.
Was einen Waschtisch unterfahrbar macht
Statt eines Unterschranks bleibt der Raum unter dem Becken frei. Möglich macht das ein flacher Korpus und ein nach hinten oder oben verlegter Abfluss mit Flach- oder Raumspar-Siphon. So lässt sich der Waschtisch mit den Beinen oder einem Rollstuhl unterfahren, ohne anzustoßen.
Die richtige Höhe und Beinfreiheit
- Oberkante meist um 80 cm, an die Nutzer angepasst.
- Ausreichend Beinfreiheit für Knie und Fußstützen.
- Flacher Siphon für mehr Platz unter dem Becken.
- Spiegel so platziert, dass er auch im Sitzen nutzbar ist.
Sicher und komfortabel
Warmwasserleitungen unter dem Becken sollten gedämmt oder verkleidet sein, damit man sich an den Beinen nicht verbrennt. Eine leichtgängige Einhebel- oder berührungslose Armatur mit Verbrühschutz erhöht den Komfort. Diese Details plant ein Fachbetrieb passend zu Ihrer Situation.
Teil eines barrierefreien Bades
Der Waschtisch ist ein Baustein neben bodengleicher Dusche und Haltegriffen. Den Gesamtüberblick gibt der Ratgeber barrierefreies Bad. Wie sich der Umbau auch in kleinen Räumen umsetzen lässt, zeigt der Artikel kleines Bad barrierefrei umbauen.
Unterfahrbarer Waschtisch: gut zu wissen
Was ist ein unterfahrbarer Waschtisch?
Ein Waschbecken ohne Unterschrank und mit flacher, nach hinten verlegter Vorwandtechnik, sodass man mit den Beinen, einem Rollstuhl oder einem Rollator darunterfahren kann. So lässt sich das Waschbecken auch im Sitzen bequem nutzen.
Welche Höhe sollte ein barrierefreier Waschtisch haben?
Üblich ist eine Oberkante von etwa 80 cm, mit ausreichend Beinfreiheit darunter. Die genaue Höhe richtet sich nach den Nutzern, etwa nach der Sitzhöhe im Rollstuhl. Eine individuelle Anpassung ist sinnvoll.
Welche Armatur ist geeignet?
Empfehlenswert sind Einhebel- oder berührungslose Armaturen mit verlängertem Hebel, die sich auch mit wenig Kraft bedienen lassen. Wichtig ist zudem ein Verbrühschutz, damit kein zu heißes Wasser kommt.
Worauf ist bei der Sicherheit zu achten?
Freiliegende Warmwasserleitungen sollten gedämmt oder verkleidet sein, um Verbrennungen an den Beinen zu vermeiden. Ein unterfahrbarer Siphon (Flach- oder Raumspar-Siphon) schafft den nötigen Platz.
Wird ein unterfahrbarer Waschtisch gefördert?
Ja. Als Teil eines barrierefreien Umbaus zählt er zu den wohnumfeldverbessernden Maßnahmen und ist über den Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 Euro pro Person ab Pflegegrad 1 förderfähig.
Waschplatz barrierefrei umbauen
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