Magazin · Planung

Barrierefreies Bad planen: Schritt für Schritt

Ein barrierefreies Bad gelingt mit der richtigen Reihenfolge: erst schauen, was nötig ist, dann Budget und Förderung klären, dann umbauen. Diese Checkliste führt Sie durch jeden Schritt, von der Bestandsaufnahme bis zur Übergabe.

1. Bestandsaufnahme: Wo sind die Hürden?

Gehen Sie das Bad in Ruhe durch und notieren Sie die täglichen Hürden: hoher Wannenrand, rutschiger Boden, zu enge Tür, fehlende Haltemöglichkeit, zu niedriges WC. Überlegen Sie, wer das Bad nutzt und wie sich der Bedarf in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Das bestimmt, welche Maßnahmen sinnvoll sind.

2. Die wichtigsten Maßnahmen festlegen

Den größten Gewinn an Sicherheit bringen meist diese Umbauten:

  • Bodengleiche Dusche statt Wanne, schwellenlos und rutschhemmend.
  • Haltegriffe an Dusche und WC, fest verankert.
  • Erhöhtes WC (Sitzhöhe 46 bis 48 cm) für leichteres Aufstehen.
  • Breitere Tür (ab 80 cm) und ein unterfahrbarer Waschtisch.

Eine ausführliche Übersicht der Merkmale finden Sie im Ratgeber barrierefreies Bad.

3. Maße und Platz prüfen (DIN 18040)

Die DIN 18040-2 gibt Orientierung: Bewegungsfläche 120 mal 120 cm (mit Rollstuhl 150 mal 150 cm), bodengleiche Dusche mindestens 120 mal 120 cm, Türbreite ab 80 cm. In kleinen Bädern lässt sich nicht jede Maßzahl erfüllen. Dann zählt eine barrierearme Lösung, die das Bad spürbar sicherer macht. Tipps dazu im Artikel kleines Bad barrierefrei umbauen.

4. Budget und Kosten klären

Die Kosten hängen vom Umfang ab: ein Duschtausch beginnt bei rund 3.000 Euro, eine komplette barrierefreie Sanierung kann bis zu 25.000 Euro kosten. Eine genaue Aufschlüsselung finden Sie auf der Seite Was kostet ein Badumbau?.

5. Förderung sichern (vor dem Umbau)

Ab Pflegegrad 1 zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro pro Person. Wichtig: Der Antrag muss vor Baubeginn bewilligt sein. Zusätzlich gibt es Förderprogramme der KfW. Wie das funktioniert, lesen Sie unter Pflegekassen-Zuschuss und Förderung für den Badumbau. Das ist keine Rechtsberatung, Voraussetzungen können sich ändern.

6. Fachbetrieb beauftragen und umbauen

Über Badumbauheld stellen Sie eine kostenlose Anfrage. Wir vermitteln einen geprüften Fachbetrieb in Ihrer Region, der vor Ort berät, ein Festpreisangebot erstellt und auf Wunsch den Förderantrag übernimmt. Nach der Bewilligung beginnt der Umbau, viele Bäder sind in wenigen Tagen fertig.

Die Checkliste auf einen Blick

  • Hürden und Bedarf notieren
  • Maßnahmen festlegen (Dusche, Griffe, WC, Tür)
  • Platz und Maße prüfen
  • Budget und Kosten klären
  • Förderantrag vor Baubeginn stellen
  • Fachbetrieb beauftragen und umbauen

Kostenlos Bad planen lassen

Für Sie kostenlosDer Fachbetrieb zahlt die Provision
Bis zu 4.180 EuroZuschuss der Pflegekasse
Geprüfte FachbetriebeRegional, in Ihrer Nähe
Häufige Fragen

Barrierefreies Bad planen: gut zu wissen

Wie plane ich ein barrierefreies Bad am besten?

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme: Wo bestehen Hürden, wie viel Platz ist da, wer nutzt das Bad? Legen Sie dann die wichtigsten Maßnahmen fest (meist bodengleiche Dusche, Haltegriffe, erhöhtes WC), klären Sie Budget und Förderung und holen Sie ein Angebot eines Fachbetriebs ein. Wichtig: Förderantrag vor Umbaubeginn stellen.

Welche Maße sind beim barrierefreien Bad wichtig?

Die DIN 18040-2 nennt Richtwerte: Türbreite mindestens 80 cm, Bewegungsfläche 120 mal 120 cm (mit Rollstuhl 150 mal 150 cm), bodengleiche Dusche mindestens 120 mal 120 cm, WC-Sitzhöhe rund 46 bis 48 cm. Für private Umbauten sind die Maße eine Orientierung, keine Pflicht.

Was kostet die Planung eines barrierefreien Bades?

Die Beratung und das Aufmaß durch den vermittelten Fachbetrieb sind kostenlos und unverbindlich. Bezahlt wird erst der Umbau selbst. Ein Duschtausch beginnt bei rund 3.000 Euro, eine Komplettsanierung kann bis zu 25.000 Euro kosten.

Muss ich den Förderantrag vor der Planung stellen?

Der Antrag auf den Pflegekassen-Zuschuss muss vor Beginn der Bauarbeiten gestellt und bewilligt sein. Planung und Angebot dürfen vorher erfolgen, denn der Kostenvoranschlag gehört zum Antrag. Der Fachbetrieb übernimmt das auf Wunsch.

Wie lange dauert ein barrierefreier Badumbau?

Ein reiner Tausch von Wanne zu Dusche ist oft in 1 bis 2 Tagen erledigt. Eine komplette Sanierung dauert meist ein bis drei Wochen, abhängig von Umfang und Trocknungszeiten.

Lassen Sie Ihr Bad kostenlos planen

Stellen Sie in einer Minute Ihre Anfrage. Ein geprüfter Fachbetrieb berät Sie vor Ort und kümmert sich auf Wunsch um die Förderung.